Prinzip der Monovisions-Lasik

Prinzip der Monovisions-Lasik

Als Monovisions-Lasik bezeichnet man ein Lasik-Verfahren, bei dem man ab ca. 45 Jahren die Möglichkeit hat, das Führungsauge für die Ferne und das nicht dominante Auge für den Nahbereich gut sehend zu korrigieren. In den meisten Fällen kann somit im Alltag auf eine Brille im Nahbereich größtenteils verzichtet werden. Das nicht-dominante Auge wird etwa 1.0 - 1.25 Dpt unterkorrigiert, was vorher zum Ausprobieren simuliert wird.

Monovision bei Alterssichtigkeit

Monovision bei Alterssichtigkeit

Das Verfahren zum gleichzeitigen Ausgleich der Alterssichtigkeit ab ca 45 Jahren wird so durchgeführt, dass die Kurzsichtigkeit im dominanten Auge des Patienten vollständig korrigiert wird, im nicht dominanten Auge dagegen etwas weniger. Auf diese Weise ist der Patient in der Lage, das vollständig korrigierte Auge für die Fernsicht zu verwenden, das etwas unterkorrigierte Auge für die Nahsicht. Nach kurzer Zeit stellt sich das Gehirn auf die Differenz in der Wahrnehmung der beiden Augen ein. Das Verfahren wurde im Jahr 2007 von der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde FDA (Food and Drug Administration) zugelassen.

Das Verfahren ist vor allem geeignet für Patienten, die schon von Natur aus eine ungleiche Brechkraft der Augen haben. Potenzielle Kandidaten, die eine Behandlung mit dem Monovision-LASIK-Verfahren in Erwägung ziehen, sollten vor dem Eingriff eine Woche lang Kontaktlinsen zur Simulation der neuen Situation tragen, um zu prüfen, ob das Sehen mit einem nur partiell korrigierten Auge vertragen wird

Wie man selbst sein dominante Auge ermitteln kann, sehen Sie unten:

Wie ermittelt man das dominante Auge?

Wie ermittelt man das dominante Auge?

* halten Sie Ihre beiden Hände so ausgestreckt

* sehen Sie durch die Lücke z.B. auf eine Wanduhr oder ein Bild

* sehen Sie zuerst mit beiden Augen auf das Objekt

* kneiffen Sie dann abwechselnd das rechte und linke Auge zu

* das Auge, mit dem kein Bildsprung entsteht, ist das dominante Auge (Ferne)

* das Auge, bei dem das Objekt verschwindet, ist das Leseauge